Geschichte der Schule

Panorama

Die Bundeswehrfachschule Köln – eine nicht ganz gewöhnliche Schule stellt sich vor

Ein kurzer Rückblick

In einer Verfügung der Wehrbereichsverwaltung III (Düsseldorf) wird am 9. Juni 1958 mitgeteilt, dass mit Wirkung vom 19. Mai 1958 in Köln-Marienburg eine Bundeswehrfachschule eingerichtet worden ist. In Nordrhein-Westfalen ist Köln die erste Bundeswehrfachschule. Es sind am Anfang 50 Lehrgangsteilnehmer, die – in zwei Klassen aufgeteilt – hier zur Schule gehen. Sie wohnen bei ihren Truppenteilen und werden jeden Morgen zur Schule gefahren, die provisorisch in zwei ehemaligen Privatvillen untergebracht ist.

Die junge Schule erfährt schnell eine gute Akzeptanz. Die Lehr­gangsteilnehmerzahl steigt auf 160 im Mai 1960 und weiter auf 260 Anfang 1964. Der Bezug eines dritten Hauses (in der Marienburger Straße) wird notwendig; dennoch bleibt die Unterbringungsfrage prekär, denn aus baupolizeilichen Gründen dürfen nicht alle Räume der drei Schulgebäude voll belegt werden, und die Dislozierung auf drei (später sogar fünf) Häuser führt zu erheblichen organisatorischen Schwierigkeiten. Das Jahr 1966 bringt nicht nur für die Bundeswehrfachschule Köln, sondern für alle Bundeswehrfachschulen eine einschneidende Wende: die Umstellung vom dienstzeitbegleitenden zum dienstzeitbeendenden Unterricht. Für die Schule bedeutet es, dass nun Kontinuität des Unterrichts gesichert ist. Das Semestersystem wird eingeführt und das Lehrgangsangebot wird ständig erweitert: Es gibt inzwischen Fachschulreifelehrgänge, seit 1966 einen Hochschulreifelehrgang und ab Anfang der siebziger Jahre Fachhochschulreifelehrgänge verschiedener Fachrichtungen. 1974 wird noch der Fachschullehrgang „Staatlich anerkannter Erzieher“ eingerichtet, der mit seiner beruflichen Ausbildung zum „zweiten Standbein“ der Bundeswehrfachschule Köln wird. Auch die Unterbringungsfrage löst sich in dieser Zeit.

Mit Beginn des 2. Semesters 1970 bezieht die Bundeswehrfachschule Köln in der Kardorfer Straße 1 einen freigewordenen Teil der Cologne School des British Families Education Service, deren Schulgebäude später ganz übernommen und durch einen modernen Anbau erweitert werden. Die ruhige Lage im ehemaligen Volksparkgelände, dem Grüngürtel im Süden der Stadt Köln – bei gleichzeitig sehr guter Verkehrsanbindung – ist auch heute noch – neben dem Lehrgangsangebot – einer der Pluspunkte unserer Schule.