FE Tätigkeitsfelder

FE  Die Tätigkeits- und Arbeitsfelder einer Erzieherin / eines Erziehers

Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen einen Überblick verschaffen, wie vielfältig der Tätigkeitbereich von ErzieherInnen ist. In der unten aufgeführten Tabelle finden Sie Einrichtungsarten, in denen ErzieherInnen unseres Fachschulehrgangs ihren Arbeitsplatz nach ihrer Ausbildung gefunden haben und finden.

Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso gilt es zu bedenken, dass das pädagogische Tätigkeitsfeld stets im Wandel ist und sich sowohl regional und von Bundesland zu Bundesland als auch von Träger zu Träger unterscheiden kann.

 

Die Berufsaussichten sind sehr gut.

In der ganzen Bundesrepublik sind die Absolventen unserer Schule gern gesehen.

Tageseinrichtungen für Kinder Im Grunde handelt es sich um einen Oberbegriff, denn die meisten Tageseinrichtungen bieten ein breites Spektrum differenzierter Angebote, um Kinder individueller betreuen zu können. Träger der Einrichtungen sind meist die Kommunen oder Kirchen. Elterninitiativen mit häufig besonderen pädagogischen Ausrichtungen (Waldorf-,  Fröbel- oder Montessoripädagogik) ergänzen das Angebot.

Gemeinsam ist allen Tageseinrichtungen für Kinder, dass sie eine Über-Mittag-Betreuung anbieten inklusive Verpflegung. Die Zeit und den Umfang der Betreuung buchen die Eltern.

Nachfolgend seien ein paar dieser Gruppen kurz umrissen.

Kindergarten

Anm.: Kindergärten als eigenständige Einrichtung sind in NRW aufgelöst worden, in manchen anderen Bundesländern jedoch (noch) nicht.

Ein „klassischer“ Kindergarten bietet kein Mittagessen an, d. h. die Kinder gehen nach dem Vormittagsbesuch zum Essen nach Hause und werden dann u. U. wieder gebracht. Diese Betreuungsform ist in die Tageseinrichtungen NRWs meist integriert.
Gruppenform 1 In Gruppenform I werden 20 Kinder von zwei Jahren bis zur Einschulung betreut.

Gruppenform 2

Die Gruppe besteht aus 10 Kindern unter 3 Jahren. Das Anforderungsprofil an ErzieherInnen ist entsprechend anders. Unterstützt werden sie durch eine Kinderpflegerin.

Gruppenform 3

Das Betreuungsangebot richtet sich an Kinder ab 3 Jahren. Die Gruppen bestehen aus bis zu 25 Kindern, die von 2 päd. Fachkräften betreut werden.

Integrative Kindergruppen

In diesen Gruppen befinden sich auch Kinder mit besonderem Förderbedarf. Die Gruppen sind kleiner, haben einen höheren und anderen Personalschlüssel und sind auch mit teilweise anderen Materialien ausgestattet.
Heilpädagogischer Kindergarten Nur Kinder mit unterschiedlich hohem Förderbedarf im physischen, sozialen, emotionalen und/oder kognitiven Bereich werden in diesen Gruppen betreut. Die Gruppen sind klein.
Kinderhort

Anm.: Horte als eigenständige Einrichtung sind in NRW aufgelöst worden, in manchen anderen Bundesländern jedoch (noch) nicht.

Die Mittags- und Machmittagsbetreuung von (Grund-) Schulkindern steht im Mittelpunkt; die Betreuung beim Mittagessen und bei Hausaufgaben sowie die Durchführung von Freizeitangeboten sind das Aufgabenfeld. Kinderhorte sind in NRW in Ganztagsschulen integriert worden.
OGS (Offene Ganztagsschulen) Das Aufgabenspektrum von ErzieherInnen erstreckt sich vormittags auf die Betreuung besonders förderungsbedürftiger Kinder während des Unterrichts in Kooperation mit den LehrerInnen und entspricht danach denen des Hortes. Im Rahmen von Inklusionsmaßnahmen dürfte dieses Aufgabenfeld wachsen.
Kinder- und Jugendheime Im Grunde handelt es sich auch hier um einen Oberbegriff, denn die meisten „Heime“ bieten ein breites Spektrum differenzierter Angebote, um Kinder und Jugendliche individuell betreuen zu können.

Typische Gruppenformen mit entsprechend auf die Gruppe zugeschnittenen pädagogischen Konzeptionen sind etwa folgende:

Familienähnlich strukturierte Gruppen, reine Jungen- oder Mädchengruppen, Intensivwohngruppen, Mutter-Kind-Gruppen. Das Angebot vieler Träger kann weiter variieren.

Unterschiede gibt es auch in der konzeptionellen Grundausrichtung, die sich an christlichen Werten orientieren kann oder an philosophisch/pädagogischen. Im Trend liegen seit ein paar Jahren erlebnispädagogische Ansätze.

Betreutes Wohnen ErzieherInnen betreuen in einem begrenzten Zeitrahmen junge Erwachsene, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit sind. Sie stehen mit Rat und Tat den jungen Menschen zur Seite, bis diese Betreuungsform mit der Selbstständigkeit endet.

Je nach Personenkreis kann diese Aufgabe aber auch ständig wahrgenommen werden,  wenn eine vollständige Selbstständigkeit nicht mehr möglich ist oder sein wird, wie z. B. In der Alten- oder Behindertenarbeit.

Außenwohngruppen Bei dieser Wohnform sind aus einem klassischen großen Heim Gruppen in normale Wohngebiete ausgelagert. Das erleichtert vielen Kindern und Jugendlichen eine soziale Integration. Wie in Heimen können unterschiedliche Gruppenzusammensetzungen möglich sein.
Haftvermeidungsgruppen Jugendliche bekommen diese für sie evtl. einmalige Chance, mit einem Aufenthalt in dieser Gruppe eine Haftstrafe zu vermeiden. Besondere pädagogische Maßnahmen sollen ihnen helfen, den rechten und richtigen Weg aus ihrer Lage zu finden.
5-Tagesgruppen Kinder oder Jugendliche werden von Montag bis Freitag betreut; das kann stationär erfolgen oder nur tagsüber. Bei dieser Betreuungsform ist besonders die starke Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten hervorzuheben.
Kinderdörfer Bekannt sind die SOS-Kinderdörfer. In dieser Wohnform können Erzieher nur übergreifend evtl. bei Freizeitaktivitäten eingesetzt werden. Die primäre Erziehung obliegt Erzieherinnen als Gruppenmutter.
Familienwohngruppen Diese Form ist ähnlich einer Pflegefamilie. Der Arbeitgeber ist ein Heim, das ein (pädagogisch erfahrenes)  Ehepaar mit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beauftragt und dieses fachlich, personell und administrativ unterstützt.
Freizeitheime / Jugendherbergen ErzieherInnen können hier Freizeitprogramme für unterschiedliche Besuchergruppen ausarbeiten und durchführen.
Internate Betreuungsaufgaben aller Art werden eingefordert.

In diesem Aufgabebereich finden sich auch besondere Internate, wie z. B. Internate für Hochbegabte, für Blinde und schwer Sehbehinderte, für Taube und schwer Hörgeschädigte… Entsprechend differenziert ist das Anforderungsprofil an Erzieher.

Abenteuerspielplätze Abenteuerspielplätze werden meist im Sommer von Kommunen angeboten. Phantasie und Kreativität im werktechnischen Bereich sind besonders gefragt.
Psychosoziale Kliniken Kinder und Jugendliche werden oft stationär während ihres Klinikaufenthalts untergebracht. ErzieherInnen betreuen die jungen Patienten außerhalb von Therapien und Behandlungen, planen mit ihnen die freie Zeit und bieten verschiedene Angebote an.
Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte Mitmenschen Häufig handelt es sich um Wohnformen, in denen die Begleitung und Betreuung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben im Mittelpunkt steht. In diesem Bereich wird besonders viel Einfühlungsvermögen gefordert.
Altenwohnheime ErzieherInnen können in größeren Altenwohnheimen im Freizeitbereich arbeiten. Sie planen kleinere Freizeitprogramme und Angebote für die älteren Mitbürger.
Zusammenstellung: Og, Dez. 2013